am 27. Februar 2008


 

Navigationssysteme für Blinde und hochgradig Sehbehinderte

 

Vom 29.11. bis 01.12.2007 fand in Berlin auf Einladung des FIT (Fachaus­schuss für Informations- und Telekommunikations­systeme) eine Fach­tagung zum Thema: "Weitersehen, drinnen und draußen", Chancen und Herausforderungen von Navigationssystemen für Blinde und hochgradig Sehbehinderte, statt.

Der Einladung zu Fachreferaten folgten zahlreiche Entwickler und Firmenvertreter sowie blinde und sehbehinderte Anwender und Erfahrungsträger verschiedener Selbsthilfeverbände.

 

Zum Thema "Möglichkeiten und Grenzen von Navigationssystemen für Blinde und Sehbehinderte" aus der Sicht eines Herstellers/Vertreibers berichtete Bruno Behrend von der Firma Papenmeier Rehatechnik

 

Weitere Referate:

-      Torsten Völkel von der TU Dresden referierte über Datengrundlagen und personalisierte Routenberechnung.

-      Dr. Andreas Hub von der Uni. Stuttgart über seine Entwicklung "TANIA - einem mobilen barrierefreien Navigations- und Objekterkennungssystem für drinnen und draußen“.

-      Klaus-Peter Wegge von C-LAB Siemens informierte über Projekte im europäischen Rahmen und verdeutlichte den Harmonisierungsbedarf in diesem Zusammenhang.

-      Ergänzend informierte Ludwig Listl von der Siemens AG über „CASBLIP“, ein zukünftiges kognitives Hilfssystem für blinde und sehbehinderte Menschen.

-      Martin J. Ringler aus Nürnberg stellte das EU- kofinanzierte Projekt „ASK-IT“ in seinem Vortrag „Mehr Lebensqualität für behinderte Menschen durch elektronische Helfer“ vor.

-      Jörn Peters aus Soest vom Projekt „Nav4blind“ zeigte die Möglichkeiten auf, die sich durch den Einsatz exakteren Kartenmaterials ergeben, das beispielsweise von Katasterämtern zur Verfügung gestellt wird.

-      Alexander Schenk von SAPOS überzeugte mit seinem Vortrag, in dem er die Genauigkeit mittels vieler Messstationen unter Nutzung exakter Karten und verschiedener Satellitensysteme darstellte.

-      Johannes Ludwig von der Ludwig und Schwefer GmbH veranschau­lichte in seinem Vortrag, wie Städte und Kommunen ihre Straßen-Daten-Erfassung realisieren können und wie „Eagle Eye“ ein von seiner Firma speziell entwickeltes Fahrzeug dafür eingesetzt werden kann.

-      Anschließend wurden die österreichischen Projekte Pontes/Otilia der Universität Graz von Bernhard Mayerhofer und Bettina Pressl vorgestellt.

-      Robert Kempf von der Bones AG aus der Schweiz, referierte über die Möglichkeiten der Navigation im Zusammenhang mit Fahrgast­infor­mationssystemen in öffentlichen Verkehrsmitteln.

-      Über das Projekt "TAS" ein touristisches Assistenz-/Navigations­sy­stem für blinde und sehbehinderte Menschen“, von der UNI Ilmenau, berichtete Dr. Fred Ross.

-      Hans-Jörg Lienert von der Firma Dräger und Lienert informierte mit vielen praktischen Beispielen über „Tag it Guide“ – ein Leit- und Ordnungssystem für Innenräume.

-      Die Referenten Torsten Brandt, Per Busch und Hassan Karahasan schilderten in ihren Vorträgen die aktuellen und zukünftigen Orientierungs- und Leitmöglichkeiten für Blinde und Sehbehinderte durch Mobiltelefone. Derzeit existieren hierfür sowohl kostenfrei verfügbare Anwendungen wie „Loadstone“ und auch kommerzielle Produkte wie „Way-Finder Access“, die auf Standardanwendungen auf dem Handymarkt basieren und mittels Screenreader bereits für blinde und sehbehinderte Anwender nutzbar sind.

 

Die Tagungsteilnehmer gaben dem FIT den Auftrag, ein Papier zu formulieren und zu entwickeln, in welchem die Vorstellungen für ein künftiges Orientierungs- und Navigationssystem auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene herausgestellt werden sollen.

 

Die Vorträge und Ergebnisse der Tagung werden auf einer barrierefrei gestalteten CD-ROM veröffentlicht. Auf ihr werden sowohl ein vollständiger Mitschnitt der Veranstaltung in einem navigierbaren DAISY-Buch als auch die schriftlichen Ausarbeitungen der Referenten zu finden sein. Die CD kann ab Mitte Januar 2008 in der Geschäftsstelle des DBSV bestellt werden.

Kontakt

DBSV, Rungestraße 19, 10179 Berlin

Frau Zucker

Tel.: 030/28538726 oder Email: a.zucker@dbsv.org.

Für Nichtteilnehmer der Tagung wird eine Schutzgebühr in Höhe von 15 € erhoben.

 

Wer sich für das Open-source-Projekt „Loadstone“ interessiert und evtl. daran mitarbeiten möchte, findet zahlreiche Informationen in dem Wiki

„Mini-Wikia“ unter:

http://de.mini.wikia.com/wiki/Loadstone

 

SATIS unter neuen Internet-Adressen

Die Webseite SATIS mit über 500 PC-Tipps für sehbehinderte und blinde Computernutzer ist jetzt auch erreichbar unter

www.pc-sehbehindert.de

und

www.pc-blind.de

 

Deutsches Handbuch zum Victor Reader Stream

Seit einigen Tagen steht nun auch das deutsche Handbuch zum viel­dis­ku­tierten DAISY-Player und Notiz-Recorder Victor Reader Stream zum Down­load unter folgender URL bereit:

www.humanware.com/en-new_zealand/support/victor_reader_stream

 

Bundesligaspiele live zum Anhören im Internet

Damit auch Fans mit Sehbehinderungen die Fußball-Live-Übertragungen problemlos hören können, bietet bundesliga.de nach kostenloser Registrierung einen separaten Zugang zum Ligaradio für User mit Sehbehinderungen. – Weitere Informationen hier:

www.bundesliga.de/de/liga/news/2006/index.php?f=36075.php

 

Was ist eigentlich ein Wiki?

Ein Wiki (Hawaiisch für „schnell“), seltener auch WikiWiki und WikiWeb genannt, ist eine Sammlung von Webseiten, die von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch direkt online geändert werden können. Wikis ermöglichen es verschiedenen Autoren, gemeinschaftlich an Texten zu arbeiten.

 

Wesentlich bei der meisten Wiki-Software, darunter das in der Wikipedia selbst eingesetzte MediaWiki, ist die Versionsverwaltung, die es den Benutzern im Fall von Fehlern oder Vandalismus erlaubt, eine frühere Version einer Seite wiederherzustellen.
Sie finden weitere Informationen bei Wikipedia

 

Buch zu Wikipedia

Für alle, die sich etwas näher mit der großen Enzyklopädie Wikipedia befassen möchten hier "Wikipedia – Das Buch" , 139 Seiten (PDF, 6,1 MByte)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/8/8b/WikiPress_1_Wikipedia.pdf

 

Wiki auch für sehbehinderte und blinde Internetnutzer

Seit einiger Zeit gibt es ein Wiki auch für sehbehinderte und blinde Internetnutzer. Wie bei Wikipedia kann jeder Internet-Nutzer dort lesen und schreiben. - Wiki-Seite "Blinde und sehbehinderte Menschen":

http://bmkz.uni-klu.ac.at/wiki/index.php?title=Blindnet

 

Gefälschte USB-Sticks im Umlauf

In den letzten Wochen haben sich die Meldungen über USB-Sticks mit nur vorgetäuschtem großem Speichervolumen gehäuft. Dazu gibt es auf den heise-Seiten das kostenlose Prüfprogramm H2testw, auch für SD-Karten, externe Festplatten etc. Das Programm läuft ohne Installation und man kann es herunterladen unter:

http://www.heise.de/software/default.shtml?prg=50539

 

Vergrößerungsprogramm Magnifying Glass Pro

Dieses preiswerte Programm bietet vor allem eine Vollbildfunktion, die bei den meisten Lupenprogrammen fehlt. Die Bedienung ist für Zoomtext- oder Magic-Nutzer zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Die Info- und Downloadadresse für das 24,95 US-Dollar teure Programm lautet:

http://de.giveawayoftheday.com/magnifying-glass-pro-1-5/

 

Kostenloses Office-Paket von IBM

Das Office-Paket Lotus Symphony von IBM geb es bisher nur in englischer Sprache. Mit dem Erscheinen der Beta 3 von Lotus Symphony von IBM steht die Office-Software nun auch in deutscher Sprache bereit. Generell lassen sich verschiedene Sprachoptionen bequem in die Office-Software integrieren. - Nach Aussagen von Jaws-Experten läßt sich dieses Office-Paket mit Jaws ab der Version 8 bedienen. Lotus Symphony enthält eine Textverarbeitung, eine Präsentationssoftware sowie eine Tabellenkalkula­tion Unterstützt werden unter anderem die Microsoft-Office-Formate sowie das OpenDocument-Format.

Dateigröße: 174,82 MB - Download-Link:

http://koeln.soft-ware.net/dl/ooomamvpvv/p05484/IBM_Lotus_Symphony_w32.exe

 

Auch über die Webseite von Lotus Symphony steht dieses Programm für die Windows- und Linux-Plattform kostenlos unter anderem in deutscher Sprache als Download bereit:

http://symphony.lotus.com

 

ARD Radio-Tatortkrimis jetzt im Internet

Am 16.01.2008 wurde zum ersten Mal der Tatort auch als extra produ­ziertes Hörspiel gesendet. Informationen zu diesem und weiteren ARD-Tatortkrimis findet man unter dem Link:

http://web.ard.de/radiotatort/seiten/index.php

 

 

 

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Diese Informationen wurden zusammengestellt in gemischter deutscher Rechtschreibung von

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