Computertreff am 22. Mai 2006

Internettelefonie

Internettelefonie, auch Voice-over-IP (VoIP) genannt, ist schon lange nicht mehr nur ein Metier für Computernarren und Insider. Es ist möglich, weltweit kostenlos oder gegen sehr geringe Kosten über das Internet zu telefonieren. Viele Internettelephonie-Anbieter ermöglichen ihren Kunden das Internettelefonieren über den weit verbreiteten SIP-Standard (SIP = Session Initiation Protocol). Dadurch ist es nicht mehr nötig, dass der Computer während des Internet-Telefonats angeschaltet ist.
Man kann zwischen zwei Arten der Internettelefonie unterscheiden. Es ist möglich, unter Verwendung eines Computers mit entsprechender Software über das Internet zu telefonieren. Doch Internettelefonie kann auch ohne PC, unter Verwendung von Hardware genutzt werden, die Gesprächspartner über das Internet miteinander verbindet. Es können je nach Internettelefonie-Anbieter Anrufe zu anderen Internet-Nutzern, zu Telefonen im in- und ausländischen Festnetz oder zu einem Handy getätigt werden. Die Anwahl von Servicerufnummern und insbesondere zu Notrufen ist bisher jedoch nur in seltenen Fällen möglich.
Hardware und Internetverbindung für Internettelefonie Die meisten Unternehmen bieten ihre Internettelefonie in dem SIP-Standard an. Wenn dieses Übertragungsprotokoll verwendet wird, ist es möglich, ein IP-Telefon mit SIP-Standard oder eine entsprechende Telefonanlagen zu verwenden, an die vorhandene Endgeräte angeschlossen werden können. Die VoIP-Hardware wird von vielen Anbietern subventioniert zu ihrem Angebot mitgeliefert. Wird ein Computer mit Internet-Anbindung verwendet, sollte er über genügend Arbeitsspeicher (RAM), Speicherplatz, eine Soundkarte, Mikrofon und Lautsprecher oder ein Headset verfügen. Alternativ kann dann ein USB-Telefon genutzt werden, das an den Computer angeschlossen wird. Bei der Verwendung von VoIP-Software kann die gleichzeitige Nutzung einer Firewall zu Problemen führen. Obwohl theoretisch ein analoges oder ISDN-Modem ausreichend ist, sollte der Sprachqualität zuliebe ein DSL-Anschluss verwendet werden. Das garantiert eine einwandfreie Übertragung der Daten, sodass die VoIP-Telefonate qualitativ nicht von denen eines ISDN-Telefonats zu unterscheiden sind.
Viele Internettelefonie-Anbieter ermöglichen die Nutzung der gewohnten ortsbezogenen Festnetz-Rufnummer, sodass damit ein- und ausgehende Gespräche über das Internet geführt werden können oder der Kunde erhält eine Rufnummer aus der Rufnummerngasse 032. Die Bereitstellung von aus dem ISDN-Bereich gewohnten Leistungsmerkmalen ist üblich und es können dadurch auch mehrere Rufnummern genutzt werden. Hier nur einige der zahlreichen Internettelefonie-Anbieter: 1&1, AOL, Arcor, freenet, GMX, Lycos, Microsoft, Skype, STRATO, tiscali, T-Online
Quelle: http://www.telespiegel.de

GMail-Drive – die kostenlose „Festplatte“ im Netz

GMail Drive macht ein Postfach von Googles Maildienst zur Dateiablage. Wer hat schon 2,5 GByte an E-Mails? Ein großer Teil der Mailboxen von Googles Maildienst GMail liegt normalerweise brach - wenn man ihn nicht als Dateiablage umfunktioniert. Bjarke Viksoe hat dafür GMail Drive geschrieben, eine Erweiterung der Windows-Shell, mit der sich eine GMail-Mailbox bequem als Laufwerk einbinden lässt. Um das englischsprachige Werkzeug nutzen zu können, benötigt man einen GMail-Account. Nach der problemlosen Installation stellt Windows das GMail Drive unter "Arbeitsplatz" zur Verfügung. Das virtuelle Laufwerk lässt sich mit dem Windows-Explorer problemlos nutzen. Das Tool GMail Drive gibt es unter anderem bei
http://www.viksoe.dk/code/gmail.htm

Wer noch keinen GMail-Account (in deutschland Googlemail) hat, kann sich gerne bei mir melden. Ich versende dann eine entsprechende Einladung zu diesem kostenlosen Dienst.
webmaster@lowvision2.de

USB-Box TT-connect C-1200 zum Empfang von digitalem Fernsehen über Kabelanschluss (DVB-C)

Es gibt auf dem Markt zwar zahlreiche Kabelboxen, aber bisher keine preiswerte, die auch von blinden Nutzern bedient werden kann. Eine Möglichkeit zum Empfang und Darstellung von Digitalem Kabelfernsehen im PC besteht mit der USB-Box der deutschen Firma Technotrend. Sie erlaubt die Aufzeichnung von TV-Sendungen im MPEG2-Format mit der Software für Windows 98SE, ME, 2000, XP.
Nach einer Beschreibung von Carsten Albrecht in Ohrfunk ist die dazu gelieferte Software gut mit einem Screenreader zu bedienen.
TT-connect C-1200
Art.Nr. TT-Shop-362001
89,00 EUR zzgl. Versand
Weitere Informationen und Bestellung unter:
http://shop.technotrend.de/
http://www.technotrend.de/

flickr - eine neue Web 2.0-Anwendung für Digitalbilder

flickr erlaubt es Benutzern, digitale Bilder mit kurzen Kommentaren im Web zu veröffentlichen und so anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Neben dem herkömlichen Upload können die Bilder auch per E-Mail oder vom Fotohandy aus übertragen und später auf eigenen Webseiten mit geringem Webspace oder in Foreneinträgen verlinkt werden.
Flickr bietet die Möglichkeit, Fotos in Kategorien (auch Tags genannt) zu sortieren, in sogenannte Pools aufzunehmen, nach Stichworten zu suchen, sogenannte Photostreams (Photoblogs) anderer Benutzer anzuschauen und Bilder mit Bildausschnitten zu kommentieren.
Darüber hinaus steht eine Vielzahl von weiteren Features zur Verfügung
Zu Demonstration habe ich über 30 Bilder bei flickr veröffentlicht. Da diese bei über 3 Millionen Teilnehmern mit den üblichen Bezeichnungen nicht ganz einfach zu finden sind, genügt es, in das Suchfeld das Wortungetüm „unauffindbarinberlin“ einzugeben (natürlich ohne die Anführungszeichen). Bei kostenloser Anmeldung kann man monatlich 20 Megabyte an Bildern uploaden. Wenn’s mehr und noch komfortabler sein soll, kostet es 2 Dollar pro Monat. - Alles Weitere unter:
http://flickr.com
Eine tolle flickr-Anleitung in deutscher Sprache ist die flickr-Schule, zu finden unter:
http://www.marsianer.de/flickr/schule

lycos IQ – die menschliche Suchmaschine

Ein Bonuspunktesystem ist die Währung bei Lycos IQ. Mit Lycos IQ hat Lycos vor einigen Monaten ein Expertennetzwerk in deutscher Sprache gestartet, über das Nutzer ausformulierte Fragen stellen können, die dann - mit etwas Glück - von anderen Nutzern beantwortet werden. Allen, die für eine Suche bei den üblichen Suchmaschinen zu faul sind oder damit keinen Erfolg haben, werden mit lycos IQ ganz neue Möglichkeiten geboten. Selbstverständlich ist der Dienst kostenlos. Nach meinen bisherigen Erfahrungen bekommt man meist schon nach wenigen Minuten Antworten auf eine Frage. Einfach mal vorbeischaun bei:
http://iq.lycos.de/

Voice-Reader wandelt Texte in Audiodateien um

Der neue Voice-Reader wandelt Texte in Audidateien um und speichert die Sprachausgabe als MP3-Datei. Die Software eröffnet vielfältige Möglichkeiten, um Texte aller Art im MP3-Player mitzunehmen und unterwegs anzuhören. Eingebaut wurde auch eine Schnittstelle zu dem Apple-Programm ITunes. Der Münchner Hersteller des Voice-Reader, die auf Computerlinguistik spezialisierte Firma linguatec, wirbt damit, daß beim Zuhören komplexe Inhalte schneller verstanden werden können als beim Lesen auf dem Computerbildschirm. In deutschen Texten werden geläufige englische Begriffe ebenso korrekt ausgesprochen wie Entlehnungen aus dem Französischen. Neben der Standardsprache Deutsch kann der Voice-Reader in sieben weiteren Sprachen erworben werden.
Geschwindigkeit, Tonhöhe und Lautstärke der Sprachausgabe lassen sich mit einem Schieberegler verstellen. Die vorzulesenden Texte können in das Anwendungsfenster eingetippt, aus der Zwischenablage hineinkopiert oder aus einer externen Datei geöffnet werden. Unerstützt werden die Formate txt, rtf, doc und html. Mit dem Werkzeug
"Voice-Reader Direct" kann die Anwendung über die Task-Leiste auch im Hintergrund gesteuert werden. Daneben gibt es Plug-ins für die Microsoft-Pprogramme Word, PowerPoint und Outlook sowie für Adobe Acrobat. Beim Export der Dateien wird neben MP3 auch das Wav-Format unterstützt. Das Programm für Windows 2000 oder XP benötigt rund 400 Megabyte freien Platz auf der Festplatte. Der Voice-Reader kann im Fachhandel (ISBN 3-936021-76-7) und bei linguatec für 49 Euro bezogen werden. – Ich finde die Sprachqualität sehr gut. Leider ist das Programm dank seiner grafischen Oberfläche nicht gerade screenreader-freundlich, aber Großschriftanwender werden damit keine Probleme haben. - Infos und die Möglichkeit, sich einen eigenen Demotext anzuhören gibt es unter
www.voicereader.de

Interview mit Joana Zimmer als Podcast

Auf SWR 1 und Cont.Ra wurde in der Sendereihe „Leute“ neben zahlreichen anderen ein 29minütiges Interview mit der blinden Sängerin Joana Zimmer gesendet, das man als MP3 downloaden oder anhören kann unter:
http://mp3.swr.de/swr1/bw/leute/116275.6444m.mp3

Neue Fahrpläne der Bahn im Internet schon verfügbar

Die neuen Fahrpläne der Deutschen Bahn AG können schon jetzt im Internet abgerufen werden, wenn man ein Datum ab dem 28. Mai 2006 eingibt. Man kann damit schon heute feststellen, um wieviele Minuten man (hoffentlich) künftig schneller ans Ziel kommt.
www.bahn.de

Barrierefreie Online-Kurse bei lernpilot

Da ich gelegentlich nach barrierefreien preiswerten Online-Kursen im Internet gefragt werde, hier nochmals mein Hinweis auf
www.lernpilot.de
Ich habe vor einigen Wochen dort einen Kurs durchgearbeitet und finde ihn gelungen. Auf evtl. Fragen antwortet Herr Heddesheimer sofort per Mail und geht auf die Belange sehbehinderter und blinder Kurteilnehmer besonders ein. Außerdem gibt es für den Informationsaustausch dort auch ein Forum.

Alle aktuellen Frequenzlisten für Berlin

- UKW-Hörfunk terrestrisch
- DVB-T-TV terrestrisch
- UKW-Hörfunk Kabel
- TV analog Kabel - nicht Ausbaugebiet
- TV analog Kabel - Ausbaugebiet -
gibt es unter der Internetadresse:
www.frequenzliste.de
Weitere Senderlisten:
http://www.ukwtv.de/sender-tabelle/index.html
http://home.arcor.de/saschat/berlin.html
http://www.prisma-online.de/tv/senderliste.html

Sprachausgabe für Handys auf der SightCity

Speziell für Blinde und Sehbehinderte bietet adnota auf Basis seiner mobilen Sprach- und Suchtechnologie mehrere Hilfsmittel an. Diese werden als Zusatzsoftware in "intelligente" Handys geladen.
ADnota speaker
ADnota speaker ist eine Sprachausgabe für Symbian-Mobiltelefone, die das Display vorliest.
ADnota merker + guide
Erweitert wird ADnota speaker durch ADnota merker + guide, einem sprachbasierten Notizbuch mit Sprachsuch- und Terminfunktion und einem GPS-basierten Wegeaufzeichnungs- und Wegeleitsystem mit Sprachausgabe
Mehr unter:
http://text.adnota.com/de

Videotext via Internet

Das Videotextangebot der folgenden Sender ist im Internet verfügbar:
3Sat – ARD - Bayerisches Fernsehen - Bundestag TV - Gemeinde Geschwenda - Kabel 1 – MDR - N 24 - n-tv - NEC TV - Offener Kanal Gera - OK 43 - Fernsehen für Essen - Pro Sieben – RBB - RTL Television Ruppin TV - Saarländischer Rundfunk - Sat.1 - SÖM TV Sömmerda - Sonneberger Regionalfernsehen - SWR Fernsehen (!) - teleZeitung.tv - Vox - WDR Fernsehen - ZDF
Ob alle Seiten auch mit Screenreadern gut lesbar sind, kann ich leider nicht sagen.- Alles Weitere unter:
http://www.teletext-online.de.vu/

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Diese Informationen wurden zusammengestellt in gemischter deutscher Rechtschreibung von