Informationen für Sehbehinderte

- Berlin, 26. Juni 2003 -


Handys mit Sprachausgabe ViaS

ViaS ist eine Software die es ermöglicht bestimmte Handymodelle mit Sprachausgabe zu bedienen. Das heißt Sie können: Auf der Internetseite
http://www.sprachhandy.de
hören Sie eine Live-Demo, die Ihnen einen Einblick in die Arbeit mit ViaS und die Sprachqualität gibt.
Leihgeräte oder Demos kann die Firma Flusoft zur Zeit nicht zur Verfügung stellen. Auf zahlreichen Ausstellungen in ganz Deutschland werden in der nächsten Zeit aber diese Handys vorgeführt.

Was bedeutet ViaS"?
Der Produktname ist "vias mobile accessibility via speech". Diese Lösung ermöglicht die vollständige Bedienung über Sprache. Es ist aber nicht nur für Blinde und Sehbehinderte eine sehr gute Lösung. Auch für Vielfahrer, die ihre EMails direkt vorgelesen bekommen möchten oder Menschen mit Leseschwäche ist es sehr gut geeignet.
ViaS gibt es z.B. für folgende Handys:
- Nokia 7650
- Nokia 3650

Für die Geräte Siemens SX 1 und Sony-Ericsson P800 soll die ViaS-Sprachausgabe demnächst auch erhältlich sein.

Preise inkl. Mehrwertsteuer

Weitere Informationen, das komplette Handbuch zu ViaS und Bestellmöglichkeiten gibt es unter der URL:
http://www.sprachhandy.de
e-mail: info@flusoft.de
oder Telefon 0351 40457-0

Preiswerte Nachtsichtbrille nicht nur für RP-Betroffene

Die Nachtsichtbrille "Nivis-2" der Visys AG ist ab sofort sehr preiswert erhältlich. Die Schweizer Firma Trivisio verkauft aus dem Konkursvermögen der Firma Visys AG diese Brille nunmehr zum Preis von 350 Euro plus 56 Euro MWSt (gesamt 406 Euro). Ich wurde informiert, daß Service und Garantie gesichert sind. Der Versand erfolgt aus Deutschland, so daß es keinerlei zollrechtliche Probleme gibt.
Weitere Informationen und Bestellung bei:
Trivisio GmbH
Konstanzer Str. 19
CH-8274 Tägerwilen Schweiz (Bodensee)
Tel: 0041-71-666 41 31
Web-Adresse: www.trivisio.com

Das Nachfolgemodell "Multivision" wird vertrieben von:
Low Vision Europe
www.lowvisioneurope.com
Gooiland 13
2716 BP Zoetermeer
The Netherlands
Attention of Mr Oosterwijk
paul.oosterwijk@planet.nl

Zwei Berliner Bibliotheken mit Recherche- und Internet-Terminals für sehbehinderte Nutzer ausgestattet

Seit einigen Wochen stehen in der Berliner Stadtbibliothek und der Amerika Gedenkbibliothek je zwei Terminals für sehbehinderte Nutzer bereit, die in Zusammenarbeit mit dem Allg. Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) eingerichtet wurden. Die Plätze sind mit Großbildmonitoren und der Vergrößerungssoftware Zoomtext Level 2 (Sprachausgabe) ausgestattet. Jeweils ein Terminal ermöglicht Inhabern eines Bibliotheksausweises den zeitlich begrenzten kostenlosen Zugang zum Internet. Das 2. Terminal ist für die Recherche im Medienkatalog OPAC (Online Public Access Catalogue) reserviert.

Bibliotheksausweise können bei allen Berliner Büchereien zum Preis von 10 Euro erworben werden. Eine Ermäßigung wird für Schwerbehinderte wird nicht gewährt.

Die Orientierung im riesigen Medienbestand von über 2,3 Millionen (Bücher, Hörbücher, Zeitschriften, CDs, CD-ROMs, DVDs, Videos etc.) erfordert natürlich eine Einweisung. Deshalb bieten die beiden Bibliotheken spezielle Einführungskurse für sehbehinderte Nutzer an. Interessenten melden sich bitte bei der ZLB unter
Telefon 90226-401 und 90226-105
Weitere Informationen gibt es auf der Homepage: www.zlb.de
Ein Flyer mit ausführlichen Informationen für sehbehinderte Bibliotheksbesucher sowie die Kurzanleitungen für ZoomText und den Medienkatalog OPAC (als gepackte ZIP-Datei) können als e-mail bei mir angefordert werden unter:
webmaster@lowvision2.de

Neuer Service für sehbehinderte und blinde Berlin-Besucher

Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e.V. (ABSV) startete am Sehbehindertentag 2003, also am 6. Juni, einen Service, der sehbehinderten und blinden Berlinbesuchern einen ganz neuen Zugang zur Stadt und ihrer Umgebung ermöglicht. Auf der Internetseite
www.absv.de/freizeit
werden touristische Ziele präsentiert, die für Sehbehinderte und Blinde besonders reizvoll sind. Sehenswürdigkeiten muss man nicht sehen! Bei allen Angeboten ist dafür gesorgt, dass die Betroffenen sich durch Tasten, Hören, Riechen und manchmal auch durch Schmecken ihr ganz eigenes Bild von den Attraktionen Berlins und der Region machen können. Die Palette reicht vom Zoobesuch (mit Nashornfüttern und Elefantenstreicheln) über eine Führung durchs Naturkundemuseum (mit Abtasten von Saurierknochen) bis zur Stadtrundfahrt "Potsdam begreifen" (mit Goudaverköstigung im Holländischen Viertel). Den Anfang werden ca. 80 Angebote machen, die auf der Internet-Seite erläutert werden. Einzelreisende können sich für bereits fest stehende Termine des aktuellen Monatsprogramms anmelden. Für Reisegruppen gibt es ein Online-Formular, auf dem sich Organisatoren eintragen und ihr Interesse an vorher ausgewählten Veranstaltungen bekunden können. Der ABSV stellt dann den Kontakt zum Ansprechpartner in Berlin her. Die Seite soll kontinuierlich auf über 150 Angebote ausgebaut werden.

DBSV-Jugend richtet Mailingliste ein

Die Liste "dbsv-jugend" dient dem Austausch zwischen blinden und sehbehinderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland, wobei natürlich auch Personen aus anderen deutschsprachigen Ländern oder sehende Freunde herzlich willkommen sind! Hier können Sie über alle blinden- und sehbehindertenspezifischen oder sonstige Themen diskutieren (z. B. Schule und Ausbildung, Hilfsmittel, Mobilität, Jugendarbeit in Ihrem Bundesland, Computer, Telekommunikation usw.). URL der DBSV-Jugendliste:
http://lyris.dias.de/cgi-bin/lyris.pl?enter=dbsv-jugend&text_mode=)#=deutsch

Erster öffentlicher Internetzugang für Blinde und Sehbehinderte in Berlin

Das Förderzentrum für Blinde und Sehbehinderte hat vor einiger Zeit in Zusammenarbeit mit der Firma IT-Shop im August 2002 den ersten öffentlichen Internetzugang für Blinde und Sebehinderte in Berlin eröffnet. Im Laden der Firma
IT-Shop, Schloßstraße 54, Berlin-Steglitz
können nun auch Blinde und Sehbehinderte online gehen.

Der schnelle DSL-Zugang ist mit einer 40-stelligen Braillezeile, dem Screenreader JAWS und der Vergrößerungssoftware Magic ausgestattet. Ein 20-Zoll-Monitor sorgt für angenehmes Arbeiten am Bildschirm. Der Arbeitsplatz wird von Herrn Martin Knopf vom Förderzentrum betreut. Die Nutzung des Platzes kostet 5 Cent/min. Bei Fragen oder Terminabsprachen erreichen Sie Herrn Knopf unter der Telefonnummer: 030/7925031. Wegbeschreibung:
Der Laden befindet sich in der Schloßstraße 54, 20 m von der Ecke Schloßstraße/Braillestraße entfernt, in Richtung Rathaus Steglitz. Betritt man den Eingang, wendet man sich gleich nach links, um in den Laden zu kommen.

Patientensymposium am 11.10.2003 in Berlin

Nach in der Vergangenheit überaus erfolgreichen Veranstaltungen ist es nun gelungen, am 11.10.2003 ein Patientensymposium in der Bundeshauptstadt zu realisieren. Die Pro Retina Deutschland e.V. lädt dazu neben ihren Mitgliedern alle Patienten ein, die unter einer erblichen Netzhautdegeneration oder der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) leiden. Verantwortlich für das wissenschaftliche Vortragsprogramm sind Herr Professor Klaus Rüther (Charité-Augenklinik, Humboldt-Universität) und Herr Professor Ulrich Kellner (Augenklinik des Universitätsklinikums Benjamin Franklin, Freie Universität). Das Symposium wird im Auditorium maximum der Humboldt-Universität, Unter den Linden stattfinden. Es werden viele Teilnehmer erwartet, im Auditorium Maximum stehen immerhin 720 Sitzplätze zur Verfügung. Anmeldungen an
Pro Retina Deutschland e.V.
Geschäftsstelle, Vaalser Str. 108
52074 Aachen
Tel.: 0241 / 870018, E-mail: pro-retina@t-online.de

Broschüre "Der Blinde im geltenden Recht"

Diese Broschüre wurde soeben in der 6. Auflage neu herausgegeben und kann kostenlos bezogen werden bei der
Gemeinschaft Deutscher Blindenfreunde von 1860,
Hoffmann-von-Fallersleben-Platz 3 in 10713 Berlin,
Tel.: 030 / 8234328 oder E-Mail: info@blindenfreunde.de
Eine CD befindet sich in Vorbereitung.


Diese Informationen wurden zusammengestellt von
F. Rebele
Internet: www.lowvision2.de
e-mail: webmaster@lowvision2.de


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